"Das bisschen Haushalt." Der klebrige Zusammenhang zwischen Geschlecht und Reproduktionsarbeit

Donnerstag 15.3.2018 // 19.30 Uhr // F*BZ, Oskarstr. 1, 01219 Dresden

Die Erklärung der Rechte als Frau und Bürgerin ist über 200 Jahre her – seitdem ist viel Spülwasser die (Ab-)Flüsse heruntergeflossen. Der Bezugsrahmen aus Kindern, Küche, Kirche, der jahrhundertelang für Frauen* in westlichen Gesellschaft galt, ist für viele heutzutage (schon lange) kein attraktives Lebensmodell mehr, denn zum erfüllten Leben gehört auch erfüllende Arbeit.

Es bleiben die Fragen: Wer übernimmt heute die Arbeiten des alltäglichen Lebens in Familien und Partner*innenschaften, die dreckig, häufig unangenehm, abgewertet und unbezahlt sind, die jeden Tag neu hergestellt, sofort wieder zerstört, aufgegessen oder verschmutzt werden? Gibt es einen Zusammenhang zwischen reproduktiver und erwerbsförmiger Arbeit und wenn ja, wie sieht dieser aus? Ist unsere Gesellschaft in der privaten Sphäre der familiären, partner*innenschaftlichen Beziehungen auf dem Weg zu einer gerechten Verteilung von Reproduktionsarbeit? Gibt es noch Unterschiede in der Arbeitsverteilung im Ost-West-Vergleich und wer nähert sich dabei wem an? Wir hören und diskutieren den aktuellen Stand der Forschung.

mit: Marina Mohr, M.A. (Universität Bremen)